Schlechtes Wetter - Indoorspiele für den Hund

Wer kennt das nicht? Schlechtes Wetter lässt nicht nur uns das Öffnen der Haustür schwerer und schwerer erscheinen, auch ihr Vierbeiner muss nicht von jeder Jahreszeit begeistert sein. Dabei ist schlechtes Wetter nicht immer so offensichtlich, wie es beim ersten Gedanken erscheint. Nicht nur dunkle Wolken und Regenbänder zählen dazu, nein, aus Sicht Ihres Hundes können auch zu heiße oder zu kalte Tage Indoor-Aktivitäten rechtfertigen. Ist Ihr Schnüffler gar älter oder hat körperliche Gebrechen, kann das Bespaßen in den eigenen vier Wänden auch Pflicht sein!

 

Warum sollte ich das tun?

Hunde sind sehr intelligente Tiere mit einer mannigfaltigen Gefühlswelt. Sie haben viel Energie und einen natürlichen Drang zu spielen und sich auszupowern, den es zu berücksichtigen gilt. Darüber muss sich jedes Rudelmitglied im Klaren sein. Bekommt ihr Liebling also nicht genug Aufmerksamkeit und Auslauf, kann sich dieser im schlimmsten Fall aus Langeweile selbst beschäftigen und auf dumme Gedanken kommen. Ihr Tier möchte mental, sowie körperlich gefordert werden und das gilt nicht nur für die jungen Jahre. Zudem verbessert sich die Bindung zu Ihrem Tier natürlich auch proportional zum Maß der entgegengebrachten Zeit. Vergessen Sie nicht, Ihre Welt besteht aus einem riesen Sammelsurium an Eindrücken und sozialen Gefügen. Die Welt Ihres Flohfängers besteht dagegen im Großteil nur aus Ihnen.

Muss ich etwas beachten?

Das kommt ganz darauf an, was Ihnen kreatives einfällt. Bevor es in der Wohnung hoch hergeht sollten Sie natürlich darauf achten, dass sich Ihr Schutzbefohlener nicht verletzten kann oder gar etwas zu Bruch geht, dass Ihnen lieb und teuer ist. Liebe alleine reicht nicht! Mit Indoor-Aktivitäten sind keine Kuschelstunden gemeint, auch wenn diese nicht fehlen sollten. Es geht darum Ihren Hund zu fordern.

Was kann ich also Zuhause machen?

Im Prinzip gibt es da keine Vorgaben. Alles ist erlaubt! Feuer frei! … Na gut, das ist vielleicht wenig hilfreich. Fangen Sie am einfachsten mit Futterspielen an. Nehmen Sie zum Beispiel ein paar Becher und legen Sie Leckerlies darunter. Zu aller erst sollten Sie Ihren Hund so weit bringen, dass er die Becher nicht einfach umwirft und sich das Futter holt, sondern auf Ihr Kommando sucht und auf den Becher deutet, den Sie für Ihn hochheben sollen, damit er sein Leckerli bekommt. Machen Sie es Ihm anfangs nicht zu schwer, damit kein Frust aufkommt. Also legen Sie ruhig erstmal unter jeden Becher etwas. Wenn Ihr Kumpel verstanden hat, was er da treiben soll, können Sie den Schwierigkeitsgrad erhöhen und nur noch unter wenigen bis einem Becher ein Leckerli legen. Das ist harte Kopfarbeit, schult seine Nase und Aufmerksamkeit und lässt Sie mehr Kontrolle über Ihr Tier entwickeln. Apropos Kontrolle, Sie können solche Tage auch wunderbar nutzen um Kommandos aufzufrischen oder zu perfektionieren. Im besten Fall lernt Ihr Wauz auch ein paar neue Tricks! Können oder wollen Sie aber nicht die ganze Zeit mit Herzblut dabei sein, gibt es auch Futterbälle, in die sie Leckerlies packen können. Ihr Hund muss dann durch Rollen selber schauen, wie er die da rausbekommt. Das ist zugleich Bewegungs- wie Geschicklichkeitstraining. Sind Sie aber das Gegenteil und rasten gerne mit Ihrem Fellknäul aus, können Sie in Ihren trauten vier Wänden auch ganz einfach einen Parkour bauen. Wasserflaschen werden zum Slalom, Sofakissen zu Wackelpfaden und ein Hocker zum Hindernis. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Haben Sie keine Fantasie, bekommen Sie in Fachhandlungen aber auch Spielzeug, dass Ihnen das Leben leichter macht.

Zusammengefasst

Futter- und Suchspiele, Agilitätsübungen, Intelligenztraining und Kommandos auffrischen oder lernen. Das sind so die Hauptbegriffe unter denen Sie sich ausmalen können, was werden soll. Das Beste daran ist aber nicht nur, dass Sie Ihren Hund auf Trab halten, nein, Sie tun auch etwas für sich selbst. Ihre Laune wird nach oben schießen und die Antriebslosigkeit an dunklen Tagen verfliegt im Flug! Wohl bekommts!