So gelingt die erste Autofahrt mit dem Hund

Autofahrten können für Hunde Stress bedeuten. Das muss nicht sein - mit der richtigen Eingewöhnung werden sie zum entspannten Erlebnis.

Frühes Heranführen des Vierbeiners an das Auto

Idealerweise sollte dein Hund bereits in jungen Jahren an das Fahren mit dem Auto gewöhnt werden. Welpen sind lernfreudig und passen sich schneller an eine ungewohnte Situation an als ältere Hunde, die bereits unerwünschte Verhaltensweisen an den Tag legen können. Bevor du deinen besten Freund auf eine längere Reise von mehreren Stunden mitnimmst, solltest du ihn erst einmal langsam an das Auto heranführen. Achte darauf, dass der Hund mindestens zwei Stunden vor der ersten Fahrt nichts mehr frisst. So vermeidest du unangenehme Reaktionen des empfindlichen Magens und Erbrechen, das durch das Fahren ausgelöst werden kann.

Falls er sich trotz leerem Magen übergibt und dies auch bei weiteren Fahrten nicht besser wird, suche mit ihm einen Tierarzt auf. Es kann sein, dass er unter der Reisekrankheit leidet und sensibler auf Bewegungen reagiert. Für diese Fälle kann der Arzt Tabletten verschreiben.

Oberstes Gebot: Geduld und Verständnis

Am besten ist es, wenn dein Vierbeiner eine positive Erfahrung mit seiner ersten Fahrt verknüpft, damit er beim nächsten Mal wieder gerne ins Auto springt. Bei der Gewöhnung des Hundes an das Fahrzeug solltest du genügend Zeit mitbringen. Setze ihn ins Auto, gib ihm Leckerli, lobe und streichle ihn ausgiebig. So hat er ein angenehmes Erlebnis, das er mit dem fahrbaren Untersatz verbindet. Wiederhole dies ruhig mehrmals, bevor du überhaupt die erste Fahrt anpeilst. Hat dies gut geklappt, kann eine kurze Tour unternommen werden.

Idealerweise bist du hier erstmal als Beifahrer zugegen. So kannst du dich ganz auf dein Tier konzentrieren, es streicheln und beruhigen und gegebenenfalls auch festhalten, falls es unruhig wird. Auf diese Weise vermittelst du ihm ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Lenke den Hund ab, damit er sich nicht zu sehr auf die Fahrt konzentriert. Das kannst du machen, indem du ruhig mit ihm sprichst und ihn streichelst. Alternativ kannst du auch, wenn du lieber selbst fahren möchtest, jemanden dazu rufen, den dein Vierbeiner gut kennt und dem er vertraut, damit er diese Rolle übernimmt.

Nach der ersten Fahrt

Hat alles reibungslos geklappt und der Hund hat die Autofahrt gut überstanden? Sehr gut! Unternimm im Anschluss einen ausgiebigen Spaziergang zur Belohnung, oder spiele eine Runde mit ihm. Auch diese angenehmen Erinnerungen wird er in Zukunft mit dem Autofahren verbinden. Am besten ist es, wenn du mehrere "Übungsfahrten" machst und diese Stück für Stück immer länger werden lässt. So hat dein Vierbeiner genügend Zeit, sich mit der ungewohnten Fortbewegungsart vertraut zu machen. Falls er sich in Gegenwart anderer Hunde wohlfühlt, lass einen Auto-erfahrenen Hund mitfahren. An ihm wird er sich orientieren und sieht, dass es keinen Grund zur Sorge gibt, wenn der vierbeinige Kollege die ganze Zeit entspannt bleibt. Mit genügend Training werden Autofahrten für euch beide angenehm und entspannt ablaufen.